Mikromontage

Der Einsatz von Mikrosystemen erfordert eine Schnittstelle zwischen der Makrowelt / dem Anwender und dem Mikrosystem. Viele Mikrosysteme erfordern spezielle Montagetechniken, um einerseits hohe geforderte Präzision zu erreichen, andererseits erfordern Mikrosysteme häufig auch ein spezielles Handling, um die Funktionsfähigkeit des Mikrosystems zu gewährleisten.
 
Mikrotechnisch gefertigtes Stecksystem
  Mikrotechnisches Stecksystem
 
Dieses Stecksystem wurde zur Montage zweier getrennt gefertigter Mikrobauteile realisiert, für die eine Klebeverbindung nicht geeignet war. Die Montagetoleranz betrug dabei weniger als 5 µm.
 
Der kleinste "Teufelsknoten" der Welt
  Mikro Teufelsknoten Einzelteile des Mikro Teufelsknotens
 
Der "Teufelskonten" besteht aus sechs Einzelteilen, die in einer bestimmten Reihenfolge montiert werden müssen. Die Bauteile sind mikrotechnisch, unter Verwendung eines Photoresists mit hohem Aspektverhältnis, aus Metall hergestellt. Die Länge der einzelnen Teile beträgt ca. 600 µm und der Querschnitt ca. 100 µm * 100 µm.

Montageanleitung für den Knoten!
 
Auf die Stirnfläche einer Glasfaser montierte optische Sonde
  Mikromontierte optische Sonde
 
Dieses Mikromontagebeispiel zeigt eine Sonde für die optische Rasternahfeldmikroskopie. Dabei wurde zunächst auf Waferebene die eigentliche Sonde in großer Stückzahl hergestellt. Die Sonde wurde auf einer kreisrunden Membran, befestigt an zwei Halteärmchen mit Sollbruchstellen über einer Öffnung im Siliziumwafer gefertigt. Danach wurde sie durch Herausbrechen auf die Stirnfläche einer monomodigen Glasfaser montiert, wobei die Glasfaser halbautomatisch mittels aktiver Justage positioniert wurde. Dazu wurde Laserlicht in die Glasfaser eingekoppelt, das aus der Sonde austretende Licht detektiert und durch laterale Positionierung der Glasfaser maximiert.